energyservice@trane-roggenkamp.de +49 (0) 89 - 89 51 46 - 700

Grundwissen /Grundlagen

Ziel dieser Seite ist es, kältetechnisches Grundwissen kurz zu erläutern und die beliebten TRANE kältetechnischen Grundlagen/Planungshilfen Dokumente gesammelt bereit zu stellen.

Zu folgenden Themen finden Sie hier Informationen:Kältetechnisches Grundwissen, Grundlagen, Wissenswertes zum Vergleich von Kältemaschinen

 

PlanungshilfePlanungsunterlagen für kältetechnische Anwendungen, Dokumentation, Planungshandbücher

Haben Sie Fragen zur Technik, benötigen Sie Dokumente zur Planungshilfe für klima- und kältetechnische Anlagen oder Planungsunterstützung zur Kälte- und Klimatechnik dann nutzen Sie unsere umfangreiche Dokumentation zu diesem Thema –

oder kontaktieren Sie uns telefonisch oder per Mail.

Handbücher & Planungshilfen

 

EER und COP

Um Kältemaschinen von den unterschiedlichen Herstellern vergleichbar machen zu können, werden in der EN 14511 verschiedene Leistungszahlen definiert, die die Vergleichbarkeit gewährleisten sollen.

EER und COP sind zwei Effizienzkennwerte, die über das Verhältnis von Kälte- bzw. Heizleistung zu elektrischer Leistungsaufnahme die Anlageneffizienz bewerten. Dies gilt nur für Kompressionskältemaschinen bzw. -wärmepumpen. Für Absorptionskältemaschinen bzw. -wärmepumpen werden andere Kennzahlen ermittelt. Anhand des EERs bzw. COPs erfolgt die Einteilung der Anlagen in Eurovent-Zertifizierungsklassen.

 

EER – Energy Efficiency Ratio

Der EER (= Energy Efficiency Ratio) ist das Verhältnis vom Kälteleistung zu effektiver elektrischer Leistungsaufnahme. EERDemnach trifft der EER Aussage über die Effizienz der Kältemaschine. Das gewählte Kaltwassertemperaturniveau, sowie die Kühlwassertemperaturen bei wassergekühlten Kältemaschinen, bzw. die Umgebungstemperatur bei luftgekühlten Kältemaschinen beeinflussen den EER. Üblicherweise werden bei wassergekühlten Kompressionskältemaschinen EER zwischen 3 und 6 erzielt, bei luftgekühlten Kompressionskältemaschinen liegt der EER in der Regel zwischen 2 und 5.

 

COP – Coefficient of Performance

Der COP (= Coefficient of Performance) ist die Leistungszahl einer Wärmepumpe. Er ist das Verhältnis von Heizleistung zu effektiver elektrischer Leistungsaufnahme. COPAnhand des COP kann die Effizienz einer Wärmepumpe angegeben werden.

 

EUROPEAN SEASONAL ENERGY EFFICIENCY RATIO – ESEER

Da EER und COP nur den Volllastfall widerspiegeln, bewertet der ESEER (European Seasonal Energy Efficincy Ratio) den jahreszeitlich schwankenden Anlagenbetrieb. Dabei werden die unterschiedlichen Außentemperaturen, der jahreszeitlich schwankende Kühlbedarf und die klimatischen Bedingungen berücksichtigt. Diese Bewertung ist sinnvoll, da eine Kältemaschine in der Regel die meiste Zeit des Jahres in Teillast betrieben wird und nur zu sehr wenigen Stunden pro Jahr ihre volle Leistung erbringen muss. ESEER

Zur Ermittlung des ESEER ist die Angabe des EER für 25%, 50%, 75% und 100% Auslastung erforderlich. Diese werden mit Häufigkeitsfaktoren, die das europäische Klima abbilden sollen, multipliziert. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Kältemaschine nur zu 3% in Volllast betrieben wird, zu 33% bei 75% der Leistung, zu 41% bei 50% der Leistung und zu 23% bei 25% der Leistung.

 

JAZ – Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl ist das Verhältnis der jährliche abgegebenen Nutzwärme zur eingesetzten elektrischen Energie für den Antrieb der Verdichters und der Hilfsantriebe. Die Jahresarbeitszahl wird nur für Wärmepumpen berechnet.JAZ2

Die Jahresarbeitszahl ergibt sich aus dem Produkt des COP der Wärmepumpe, dem Korrekturfaktor bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen und dem Korrekturfaktor für abweichende Temperaturdifferenzen bei Messung und Betrieb am Verflüssiger, das durch den Korrekturfaktor zur Berücksichtigung der Wärmequellenpumpe dividiert wird.

 

GWP – Global Warming Potential

Das Global Warming Potential gibt an, in wie weit sich ein Stoff auf den Treibhauseffekt und somit auf die globale Erwärmung, im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid, auswirkt. Kohlenstoffdioxid ist als Bezugsgröße definiert, das bedeutet das GWP von CO2 ist per Definition 1. Dem zur Folge gibt das GWP anderer Stoffe nur den Vergleichswert in Bezug auf CO2 an.

 

ODP – Ozone Depleting Potential

Das Ozonabbaupotential, kurz ODP, gibt die Fähigkeit eines Stoffes an, die Ozonschicht abzubauen. Per Definition hat das Kältemittel R-11 (Trichlorfluormethan) ein ODP von 1. Die heute üblichen Kältemittel haben alle ein ODP von 0. Dies basiert auf dem Montreal Protokoll von 2009, da in dem Protokoll festgehalten wurde, dass die Produktion aller Ozonschicht zerstörenden Substanzen gestoppt werden soll.

 

TEWI – Total Equivalent Warming Impact

Der TEWI ist eine Berechnungsmethode zur Ermittlung des direkten und indirekten Treibhauseffekts von Kälteanlagen und Wärmepumpen. Zum direkten Treibhauseffekt zählen Leckagen und Verluste beim Recyclen von Kältemitteln. Als indirekte Treibhauseffekte zählt die Abgabe von CO2 an die Atmosphäre durch die Verwendung von Energie, beispielsweise die Verbrennung fossiler Energieträger.TEWI

Bei der Berechnung des TEWI wird auch die eingesetzte Kältemittelmenge, der Energieverbrauch der Kältemaschine, sowie die Betriebszeit der Kältemaschine berücksichtigt. Der TEWI gibt die Menge an CO2 an, die über die Lebenszeit der Anlage an die Umwelt abgegeben werden.

 

Eurovent Zertifizierung

Das Eurovent Zertifizierungsprogramm gewährleistet die Prüfung luft- und kältetechnischer Produkte nach europäischen und internationalen Standards. Dies hat für Hersteller und Verbraucher Vorteile. Mehr Informationen über die Eurovent Zertifizierung finden Sie hier.

Klassifizierungsbedingungen Kältemaschinen/ Wärmepumpen

Basierend auf dem EER für Kältemaschinen bzw. COP für Wärmepumpen, vergibt Eurovent die Effizienzklassen A bis G. Um die Vergleichbarkeit der Produkte zu gewährleisten, gibt es Temperaturvorgaben für Kalt- bzw. Heizwasser und die zugehörig Luft- bzw. Rückkühltemperatur. Alle relevanten Information zur Eurovent Zertifizierung finden Sie hier.

Zum Seitenanfang